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SallyGeprüft am 28. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

Sally vs. Otter.ai: Günstiger US-Klassiker oder deutsche Lösung?

Otter.ai ist einer der Pioniere unter den KI-Notetakern und sehr günstig, speichert aber in den USA. Sally verarbeitet alles in Deutschland. Wir vergleichen Preise, deutsche Sprache und Datenschutz.

Kurzfazit

Otter ist günstig und für englischsprachige Einzelnutzer gemacht. Für Unternehmen in Deutschland mit deutschsprachigen Gesprächen und vertraulichen Daten ist Sally die deutlich bessere Wahl.

Auf einen Blick

KriteriumSallyOtter.ai
FirmensitzMannheimMountain View, USA
PreisStarter 8 €, Pro 34 € pro Nutzer und Monat (jährlich)Pro 8,33 US-Dollar mit höchstens 90 Minuten pro Meeting, Business 19,99 US-Dollar pro Nutzer und Monat (jährlich)
Testen30 Tage alle Funktionen, ohne KreditkarteGratis-Tarif: 300 Minuten im Monat, höchstens 30 Minuten pro Gespräch, nur die letzten 25 Gespräche sichtbar
PlattformenTeams, Zoom, Google Meet und WebexZoom, Teams und Google Meet
Termine vor OrtSmartphone-AppSmartphone-App
Sprachen1036, darunter Deutsch
API und Webhooksin allen Tarifennur im Enterprise-Tarif
Datenverarbeitungnur in Deutschland, eigenes SprachmodellSpeicherung in den USA, Dienstleister wie OpenAI und Anthropic in den USA
KI-Trainingim AVV ausgeschlosseneigene Modelle mit anonymisierten Nutzerdaten
Abrechnungin Euro über Krmr.ITin US-Dollar, der Preis schwankt mit dem Kurs
Einrichtung und BetreuungEinrichtung, Schulung und fester Ansprechpartner bei Krmr.ITselbst einrichten, Support beim Anbieter

Stand: 28. Oktober 2026. Sally-Preise netto in Euro laut sally.io, Otter-Preise in US-Dollar laut otter.ai bei jährlicher Zahlung, ohne zeitlich befristete Rabatte.

Für wen passt was?

Sally passt, wenn …
  • ihr überwiegend Deutsch sprecht, auch mit Fachbegriffen
  • Gesprächsdaten nicht in die USA gehen sollen
  • ihr Webex oder Telefonate dokumentieren wollt
  • ihr API, Webhooks und Automationen ohne Enterprise-Vertrag braucht
Otter.ai passt, wenn …
  • du vor allem auf Englisch arbeitest
  • deine Gespräche meist kurz sind und du einen günstigen Einstieg für dich allein suchst
  • Datenverarbeitung in den USA für dich kein Problem ist
Otter.ai war einer der ersten KI-Notetaker überhaupt und ist vor allem in den USA verbreitet. Der Einstieg ist günstig, die App ausgereift. Für Unternehmen in Deutschland gibt es aber drei Punkte, die man kennen sollte: die Grenzen der günstigen Tarife, die Sprache und den Datenschutz.
Transparenz: Wir sind zertifizierter Sally-Partner. Wo Otter besser passt, sagen wir das.

Preise und was kostenlos wirklich heißt

Auf dem Papier ist Otter günstiger: Pro kostet 8,33 US-Dollar, Business 19,99 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung. Schau aber auf die Grenzen. Im kostenlosen Tarif endet jede Aufnahme nach 30 Minuten, du siehst nur die letzten 25 Gespräche und kannst insgesamt drei Dateien importieren. Auch Pro begrenzt Meetings auf 90 Minuten und den KI-Chat auf eine feste Zahl an Fragen im Monat. Ein Teammeeting mit Überlänge ist damit schnell abgeschnitten.
Sally startet bei 8 € pro Nutzer und Monat mit 1.200 Minuten, Pro mit unbegrenzten Minuten kostet 34 €, abgerechnet in Euro. Testen kannst du jedes Paket 30 Tage mit allen Funktionen an echten Terminen, ohne Kreditkarte.

Deutsch im Alltag

Otter nennt auf der Preisseite sechs Sprachen, Deutsch ist dabei. Sally transkribiert 103 Sprachen und hat ein eigenes Transkriptionsmodell für deutschsprachige Online-Meetings. Mit eigenem Vokabular landen Namen, Produkte und Fachbegriffe richtig im Protokoll. Gerade bei Fachgesprächen im Handwerk, in Praxen oder Kanzleien macht das den Unterschied.

Plattformen und Anbindungen

Otter tritt Zoom, Teams und Google Meet bei, nimmt ohne Bot über eine Desktop-App auf und hat eine Smartphone-App. Webex nennt Otter auf den aktuellen Seiten nicht. API und Webhooks gibt es bei Otter nur im Enterprise-Tarif. Sally deckt Teams, Zoom, Meet und Webex ab und bringt API, Webhooks, n8n, Make, Zapier und MCP in jedem Tarif mit.

Datenschutz

Otter speichert bei AWS in den USA, die Dienstleister für KI und Infrastruktur sitzen ebenfalls dort. Laut eigener Datenschutzseite trainiert Otter eigene Modelle mit anonymisierten Nutzerdaten. In den USA läuft seit 2025 eine Sammelklage, in der Otter vorgeworfen wird, Gespräche ohne Zustimmung aller Beteiligten aufgenommen und für das KI-Training genutzt zu haben. Ein Urteil gibt es noch nicht.
Sally läuft vollständig in deutschen Rechenzentren mit eigenem Sprachmodell. Ein Training mit Kundendaten ist im AVV ausgeschlossen. In Online-Meetings kündigt sich Sally an, und jede Person kann mit "opt out" widersprechen.

Fazit

Wer allein, auf Englisch und meist in kurzen Gesprächen arbeitet und möglichst wenig zahlen will, findet in Otter ein solides Tool. Für Unternehmen in Deutschland, die auf Deutsch sprechen, längere Termine haben und mit vertraulichen Daten arbeiten, empfehlen wir Sally. Mehr dazu auf unserer Sally-Seite.

Transparenz: Wir sind Partner der Lösungen, die wir anbieten, und verdienen an Lizenzen und Einrichtung. Deshalb schreiben wir auch klar dazu, wo andere Anbieter stärker sind.

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