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Microsoft 36520. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

Microsoft 365 Preiserhöhung 2026: was sie deinen Betrieb kostet

Seit dem 1. Juli 2026 sind Business Basic und Standard teurer, Premium nicht. Was das für einen kleinen Betrieb im Jahr ausmacht und wo du einen Teil davon zurückholst.

Nicolai KrämerNicolai KrämerKI- & IT-Berater aus Düren
Balkendiagramm: Microsoft 365 Business Basic +17 %, Business Standard +12 %, Business Premium unverändert seit 1. Juli 2026
Seit dem 1. Juli 2026 hat Microsoft die Preise für die meisten Business- und Enterprise-Lizenzen angehoben. Spätestens mit der nächsten Verlängerung landet das auch bei dir auf der Rechnung. Ich zeige dir einmal, was sich geändert hat, was das für einen kleinen Betrieb im Jahr ausmacht und wo man einen Teil davon wieder reinholt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Business Basic ist rund 17 % teurer, Business Standard rund 12 %.
  • Business Premium kostet genauso viel wie vorher.
  • Die Frontline-Lizenzen F1 und F3 sind um 33 % und 25 % gestiegen.
  • Bestehende Verträge laufen bis zur nächsten Verlängerung zum alten Preis weiter. Danach gilt der neue.

Die neuen Microsoft 365 Preise im Überblick

Alle Preise netto pro Nutzer und Jahr, im Jahresvertrag mit jährlicher Zahlung, so wie ich sie aktuell anbiete (Stand Oktober 2026):
  • Business Basic: 72,84 € (vorher rund 62 €)
  • Business Standard: 145,56 € (vorher rund 130 €)
  • Business Premium: 228,72 € (unverändert)
  • Microsoft 365 F1: 31,20 € (vorher rund 23 €)
  • Microsoft 365 F3: 103,92 € (vorher rund 83 €)
Die Varianten ohne Teams (EEA) sind im selben Verhältnis gestiegen, Business Standard ohne Teams kostet jetzt 112,08 €. Auch Microsoft 365 E3, E5 und Office 365 E3 sind um 5 bis 13 % teurer geworden.

Warum Microsoft erhöht

Offiziell wegen neuer Funktionen in Sicherheit, Geräteverwaltung und vor allem KI. „Copilot Chat“ ist jetzt fest in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote eingebaut. Bezahlt wird das von allen, auch von denen, die es nie öffnen.
Der volle „Microsoft 365 Copilot“ hat damit nichts zu tun. Das ist ein eigenes Zusatzprodukt von Microsoft und in keinem Business-Paket enthalten.
—> Wenn ihr KI im Betrieb wirklich nutzen wollt, lohnt sich vorher die Frage, wofür genau. Für Gesprächsprotokolle, wiederkehrende Abläufe oder einen Assistenten, der eure eigenen Daten kennt, gibt es oft passendere Wege. Mehr dazu unter KI & Automatisierung.

Der Hebel, den viele übersehen: jährlich statt monatlich

Die gleiche Lizenz kostet monatlich kündbar rund 20 % mehr als im Jahresvertrag. Bei Business Standard sind das 174,72 € statt 145,56 € pro Nutzer und Jahr.
Bei mir gibt es genau diese zwei Wege: Jahresvertrag, einmal im Jahr im Voraus bezahlt, oder monatlich kündbar zum höheren Preis. Für die Stammbelegschaft rechne ich fast immer mit dem Jahresvertrag. Monatlich nehme ich nur für Aushilfen oder Projektstellen, bei denen schon klar ist, dass sie wieder gehen.

Business Premium wird relativ günstiger

Das ist für mich die eigentlich spannende Nachricht. Weil Premium gleich bleibt, ist der Abstand zu Standard kleiner geworden: von rund 99 € auf 83,16 € pro Nutzer und Jahr.
Für diesen Aufpreis kommen Geräteverwaltung mit „Intune“, bedingter Zugriff und „Defender for Business“ dazu. Wer Firmenlaptops im Homeoffice hat oder dienstlich über private Handys mailt, braucht das sowieso.
Welche Lizenz zu wem passt, habe ich in Welche Microsoft 365 Lizenz du wirklich brauchst aufgeschrieben.

Rechenbeispiel: ein Betrieb mit 12 Leuten

12 Nutzer mit Business Standard im Jahresvertrag:
  • Vorher: rund 1.560 € im Jahr
  • Jetzt: 1.746,72 € im Jahr
  • Mehrkosten: rund 187 € im Jahr
Das klingt erst mal überschaubar. Spannender ist, was beim Aufräumen typischerweise auftaucht:
  • Zwei Konten von Leuten, die längst nicht mehr da sind: 291,12 € im Jahr.
  • Drei Kollegen in der Werkstatt, die nur Mails lesen und nie Word öffnen. Mit „Exchange Online Plan 1“ (42 € pro Jahr) statt Business Standard sind das 310,68 € im Jahr weniger.
—> Zusammen rund 600 € im Jahr. Damit ist die Preiserhöhung mehr als ausgeglichen, ohne dass im Team irgendwer etwas vermisst.

Was ich vor jeder Verlängerung prüfe

  • Karteileichen: Konten ehemaliger Mitarbeiter. Postfächer, die noch gebraucht werden, wandle ich in ein freigegebenes Postfach um. Das braucht keine Lizenz.
  • Passt der Plan zur Person? Wer nur Mails und Teams am Handy braucht, ist mit F3 oder Exchange Online oft richtig. Bei den Frontline-Lizenzen gelten allerdings Nutzungsregeln, die schaue ich mir vorher an.
  • Laufzeit: Stammbelegschaft im Jahresvertrag, nur echte Wackelkandidaten monatlich.
  • Premium statt Einzelteile: Wenn schon Zusatzprodukte für Geräteverwaltung oder Kontoschutz laufen, rechne ich gegen, ob Premium nicht günstiger ist.
  • Teams ja oder nein: Wer schon mit „Webex“ telefoniert und Meetings macht, kommt mit der Variante ohne Teams günstiger weg.

Bestandsschutz: was noch geht und was nicht

Der neue Preis greift bei der ersten Verlängerung nach dem 1. Juli 2026. Der Trick, vorher schnell noch zum alten Preis zu verlängern, ist damit durch.
Was bleibt, ist das Timing beim Aufräumen. In einem laufenden Jahresvertrag kann man Lizenzen nur dazubuchen, aber nicht reduzieren. Weniger Lizenzen gehen erst wieder zum Verlängerungstermin.
—> Schau also einmal nach, wann euer Vertrag verlängert wird, und plane das Aufräumen davor ein. Ein paar Wochen danach ist es für ein Jahr zu spät. 😉

Häufige Fragen

Seit wann gelten die neuen Microsoft 365 Preise?

Seit dem 1. Juli 2026. Bestehende Verträge laufen bis zur nächsten Verlängerung zum alten Preis weiter.

Wird Business Premium auch teurer?

Nein. Premium bleibt bei 228,72 € pro Nutzer und Jahr und ist damit im Vergleich zu Standard attraktiver geworden.

Kann ich den KI-Anteil abwählen?

Nein. „Copilot Chat“ ist Teil der Pakete, eine günstigere Lizenz ohne gibt es nicht.

Lohnt sich der Jahresvertrag?

Für alle, die voraussichtlich ein Jahr bleiben, ja. Er ist rund 20 % günstiger als monatlich kündbar.

Lass uns einmal drüberschauen

Schick mir eure aktuelle Lizenzübersicht aus dem Admin Center oder die letzte Microsoft-Rechnung. Ich schaue mir an, wo Karteileichen liegen, welcher Plan zu wem passt und was ihr bei der nächsten Verlängerung sparen könnt.
Mehr zu Lizenzen und Betreuung findest du auf der Seite Microsoft 365, oder du meldest dich direkt über Kontakt.
Nicolai Krämer

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